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Eine Sternenkonstellation aus 6 hellen Sternen verschiedener Sternbilder, die heutzutage in der Weihnachtszeit um Mitternacht im Süden zu sehen ist.

Die Mechanik des Sternenhimmels in der Frühbronzezeit

   Der Sternenhimmel / 1. Herstellungsphase
Sterne stellen die Extremstellungen des Tierkreises und die 5, mit bloßem Auge sichtbaren, Planeten dar
Zwischen der Konstellation des Sechsecks und des Dreiecks vergehen exakt 6 Stunden.
5 Zirkumpolarsterne der Himmelsscheibe gehören zu einer Sternenuhr.
Fünf Zirkumpolarsterne bilden zwei Sternenzeiger, die im Abstand von exakt 6 Stunden im Meridian stehen.
Die Sterne der Himmelsscheibe zeigen 2 jahreszeitliche Kostellationen, 8 Zirkumpolarsterne, Sterne des Tierkreises und 5 Planeten.

Das Wintersechseck und ein Planet

Die derzeitige Interpretation der sieben eng beieinander stehenden Sterne auf der Himmelsscheibe von Nebra  besagt, dass es sich um die Plejaden handele, die unter anderem seit dem Beginn der Jungsteinzeit für die Bestimmung des Zeitpunktes von Aussaat und Ernte von Bedeutung waren. Aber es könnte sich auch um eine Sechseck-Konstellation neben dem Meridian (der Nord-Süd-Linie) mit einem weiteren zentrumsnahen Stern handeln.

 

Wintersechseck mit einem äußeren Planeten

Größenverhältnis + Lage: Sechseck und Plejaden

In der Spitze von unserem sogenannten Wintersechseck sehen wir den Stern Capella aus dem Fuhrmann. Darunter folgen Pollux / Zwillinge und Aldebaran / Stier. Zwischen diesen beiden Tierkreisbildern verläuft, wie in der Computerkarte sichtbar, die Ekliptik, die dort als rote Linie dargestellt ist. In ihrer Nähe ziehen alle Planeten, der Mond und auch die Sonne ihre Bahnen. Der mittlere, siebte Stern ist demnach eher ein äußerer Planet und nicht der Stern Beteigeuze aus dem Orion.
Als nächstes sind darunter die Sterne Procyon / Kleiner Hund und Rigel / Orion zu sehen, während Sirius / Großer Hund die südliche Spitze bildet.

Da ein dreidimensionales Ereignis immer nur zweidimensional dargestellt werden kann, sind in dieser Computerkarte nur die Winkel zwischen den Sternen passend, während die Abstände zu Rand hin immer größer werden.

Durch die Winkel und die Stellung des Sechsecks im Süden wissen wir nun, dass die Himmelsscheibe von Nebra liegend (dann ging man um sie herum) oder senkrecht gehalten wurde (dazu drehte man sie je nach Blickrichtung, Süden oder Norden, um 180 Grad).

Mehr dazu: Horizontale Himmelsdarstellung + Die 7er Sternengruppe

2x Procyon in genau 6 Stunden !

Wintersechseck, Deneb, VegaIn der rechten Computerkarte sehen wir wie, um 1950 v. Chr.  in Mitteldeutschland, das komplette Sechseck gerade die Nordsüdachse überschritten hat. Der Stern Procyon / Kleiner Hund war der letzte Stern dieser Konstellation, der den Meridian überquerte. Der helle Stern Vega aus dem Sternbild Leier stand genau im Nordpunkt. Ebenfalls am nördlichen Horizont, aber weiter westlich, war der helle Stern Deneb aus dem Schwan zu erkennen. Diese beiden Sterne sah man jedoch nur, wenn man sich umdrehte und den Blick nach Norden wandte. Sie bildeten mit dem Sechseck eine, durch den Nordpunkt zeitlich exakt festgelegte, Nord-Süd-Konstellation. Großes Dreieck mit Procyon
In der linken Karte ist ein recht großes Dreieck aus besonders hellen Sternen, zu sehen, das noch größer als das Wintersechseck ist. Es besteht aus dem Stern Altair / Adler, der nahe dem Ostpunkt steht und dem fast im Zenit stehenden Arcturus / Bärenhüter oder Bootes, sowie dem niedrig im Südosten leuchtenden Antares / Skorpion. Zudem steht dem Stern Altair der helle Stern Procyon / Kleiner
Hund gegenüber, so dass nur für einen kurzen Moment eine größtmögliche Ost-West-Konstellation zu beobachten war.

Betrachten wir nun beide Computerkarten, zum südlichen Bereich der Himmelsscheibe, sehen wir Procyon erst neben dem Meridian  und dann gerade noch über dem westlichen Himmelsrand. Für diesen Bogenlauf braucht Procyon auf die Minute genau 6 Stunden.Blick nach Süden png

Diese beiden großen Sternenkonstellationen sind auf der Himmelsscheibe von Nebra abgebildet.
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Zwischen der Konstellation des Sechsecks und des Dreiecks vergehen exakt 6 Stunden.

Mehr dazu: Zwei große Sternenkonstellationen