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Vortrag am 13.11.2026 in Dortmund

Plakat für den Vortrag in Dortmund am 13.11.2026 17:45 – 20:15 Uhr
DIE HIMMELSSCHEIBE VON NEBRA –
NEUES ÜBER DEUTSCHLANDS BRONZEZEITSCHATZ

In diesem Vortrag wird die Forscherin Barbara Kupka auch die Himmelsmechanik der Frühbronzezeit erklären. So dient der Tierkreis als Hintergrund für die Beobachtungen von Sonne, Mond und den fünf erdnahen Planeten.

Jahreszeitliche Konstellationen bilden in Zusammenhang mit Zirkumpolarsternen eine Sternenuhr, die den damaligen Sternenhimmel in exakt vier gleichgroße Teile einteilte.

Des Weiteren verraten drei versteckte Hinweise im Bildprogramm der Himmelsscheibe sogar die Lage des damals sternenlosen Himmelsnordpols auf der Bronzescheibe. Dadurch offenbart sich ein handfester Beleg, dass die frühen Astronomen wohl schon die Höhe der Gestirne über dem Horizont vermessen konnten.

Dieses recht umfassende Wissen über die Grundzüge der Himmelsmechanik war nur wenige Jahrhunderte am Sternenhimmel nachvollziehbar, denn aufgrund einer Taumelbewegung der Erdachse verschiebt sich scheinbar das gesamte Firmament im Laufe weniger Jahrhunderte im Bezug zum Horizont.

Alle in dem Vortrag vorgestellten astronomischen Phänomene sind eng miteinander verzahnt. Sie werden anhand von Sternenkarten sowie Abbildungen verständlich und nachvollziehbar erklärt.

Seien Sie neugierig, es lohnt sich!

1.7. Eine Sternenuhr und 3x Procyon

In der Frühbronzezeit bildeten einige der zuvor ermittelten hellen Zirkumpolarsterne zweimal mit dem Nordpol nahezu gerade Linien, sogenannte Sternenzeiger.

Am auffälligsten waren die Sterne Vega, Etamin und η -Drache, als sie etwa zeitgleich im Meridian übereinander zu sehen waren. Dann erreichten exakt 6 Stunden später Polaris und Alkaid diese Position. Nach weiteren 6 Stunden stand erst der eine, dann der andere Sternenzeiger auf dem Kopf.
Doch das ist noch nicht alles, denn zweimal definierten die Astronomen zeitgleich mit diesen Zeigern die zuvor beschriebenen Dreieck- und Sechseck-Konstellationen! Was für eine unglaubliche und einmalige Gesamtkonstellation war gefunden worden!!!

In rund 26.000 Jahren verschiebt sich scheinbar, vor allem durch die Taumelbewegung der Erdachse, der gesamte Himmel bis er wieder seine Ausgangsstellung erreicht. Und in dieser langen Zeit formieren sich vermutlich nur sehr selten, wenn überhaupt, zwei Sternenzeigern innerhalb von exakt 6 Stunden. Ausführlicher siehe: 6 Stunden = eine 1/4 Umdrehung

Der Mechanismus dieser perfekten Sternenuhr wurde von Astronomen in Mitteldeutschland entdeckt. Damit war diese Region besonders prädestiniert. Nun konnte man das Himmelsgewölbe in vier gleiche Teile unterteilen. Auch zwischen den Solstitien und Äquinoktien war jeweils eine Viertel-Umdrehung des Firmaments wahrzunehmen. In manchen Nächsten ließ sich sogar ein Dreiviertel des nächtlichen Bogenlaufs vieler Sterne beobachten. Eine Nacht offenbarte somit bis zu drei 6-stündige Zeiteinheiten, … Nun konnten Raum und Zeit nachprüfbar viele Male im Jahr exakt unterteilt und vermessen werden. Und sicherlich ermöglichten diese Beobachtungen weitere Rückschlüsse bezüglich der Himmelsmechanik und der Mathematik.

Außerdem stand gleichzeitig mit dem vierten Sternenzeiger der Stern Procyon / Kleiner Hund genau im Ostpunkt. In dem Fall handelt es sich um das größte von allen goldenen Sternenplättchen der Himmelsscheibe. Und somit lässt sich Procyon 3x verschiedenen Sternensymbolen zuordnen. Procyon zeigt den Verlauf des Himmelsäquator an