Archiv der Kategorie: Felsgravuren von La Palma

Einige der Felsgravuren von La Palma könnten Landkarten der jeweiligen Regionen darstellen.

Der Geländerücken El Lomito weist starke Ähnlichkeiten mit einer Petroglyphe von La Zarcita auf

Direkt unterhalb der Straße nach Juan Adalid (Garafía / La Palma) liegt zwischen dem Berg Montaña Grande und dem sehr interessanten und nördlichsten Aussichtspunkt der Insel, dem Montaña de la Centinela, ein besonders strukturierter Bergrücken namens El Lomito.

Die folgende Abbildung zeigt zuerst die Skizze einer Felsgravur auf der neuen Informationstafel an der Felsbildstation (La Zarza-) La Zarcita in Garafía.
Rechts davon ist eine topographische Karte des Geländerückens El Lomito zu sehen, in der die braunen Linien Höhenlinien, die blauen Linien Wassererosionsrinnen und die grauen Linien (oben neuere) Mauern und (unten vermutlich ältere) Erdwälle darstellen. Zudem ist am rechten Rand leider nur auf dem Kopf, da Norden mit Süden vertauscht wurde, somit am westlichen Abhang des Bergrückens El Lomito, der Name der Quelle Fuente de La Zarcita zu lesen.
Danach folgen ein Satellitenfoto und das Foto des Bergrückens.
Un petroglifo meandriforme muestra características asociables a un lomo de Garafía, conocido como El Lomito de Juan Adalid.

Um die charakteristischen Merkmale dieser Landschaftelementes vor Ort näher zu untersuchen, ist es einfacher den Geländerücken von unten nach oben zu erkunden, da er von unten besser zugänglich ist. Als erstes erreicht man einen ovalen Steinkreis, der direkt an einen Erdwall angrenzt.

Wenn man vom Steinkreis bergauf blickt, erkennt man zunächst etwa vier mit Gras überwachsene Mauern oder Erdwälle hintereinander und dahinter den höchsten Punkt von El Lomito, wie in der rechten Hälfte des Fotos sichtbar. Bei dem kegelförmigen Berg Montaña Grande fallen einem sofort die vielen markanten Erosionsrinnen auf.

Montaña Grande, Juan Adalid, La Palma.

Geht man bergauf, sieht man links unterhalb der felsigen Erhebung eine in den Stein gearbeitete Wasserrinne …

Mehr dazu: La Zarcita / El Lomito de Juan Adalid

 

Bei dieser Felsgravur scheint es sich um ein bewässertes Gebiet der Ureinwohner zu handeln und somit würde es sich bei diesem Symbole um eine weitere kleine steinerne Landkarte bzw. um eine Felskarte handeln.

 

 

 

Eine Petroglyphe von El Calvario könnte den Berg Montaña de Fernando Porto symbolisieren

Auf La Palma und vor allem in dem Bezirk Garafía gibt es zahlreiche Petroglyphen. Bei Santo Domingo de Garafía befindet sich unterhalb des Friedhofes eine Gruppe loser Steine mit besonders interessanten Felsgravuren, El Calvario genannt. Schaut man von dort bergauf sieht man einen Berg, der scheinbar zwei Spitzen hat. In einer topographischen Karte und in der Realität ähneln diese zwei Bergspitzen dem Montaña de Fernando Porto, der größten Gravur auf einem der Steine.

Steht man am Rand des Gipfels vom Fernando Porto sieht man von den drei großen vorgelagerten Felsen im Meer nur den Roque de Santo Domingo direkt vor dem natürlichen Hafen. Bergauf ist die pyramidenförmige Silhouette des Montaña Cruzada und bei guter Sicht soeben die Spitze des Montaña de Las Indias zu sehen.

Stehen wir schließlich auf dem kleinen, nahezu kreisrunden Montaña de Las Indias, scheint dieser künstlich abgeflacht zu sein. Von hier können wir bergab den Montaña de Fernando Porto (nächstes Foto)  und bergauf den Abhang der Caldera nahe der höchsten Erhebung der Insel, dem Roque de Los Muchachos, sehen.

Vista desde la Montaña de Las Indias en dirección al mar donde se vislumbra la doble cima de la Montaña de Fernando Porto.

 

Diese Bergspitzen des Montaña de Fernando Porto und des Montaña de Las Indias, deren Formen den Petroglyphen auf dem Stein ähneln, stellen die weiteste mögliche Entfernung dar, um sich mit nur zwei Feuerstellen …

Wenn wir die Berge und Quellen der Felsgravur tatsächlich richtig zugeordnet haben, könnte die Montaña de Fernando Porto einen Siedlungsbereich und die Region zwischen den Barrancos de La Luz und del Atajo / Jerónimo ein “privat aufgeteiltes“ Gebiet mit Viehhaltung, Wasserstellen und wahrscheinlich auch einigen landwirtschaftliche genutzten Flächen darstellen. Der Hauptweg führte vermutlich von der Mündung der Schlucht Barranco de Fernando Porto bis zum Roque de Los Muchachos mit den Gemeindeweiden.

Mehr dazu: Felsbildstation El Calvario de Santo Domingo / Montaña de Fernando Porto

 

Bei den Felsgravuren auf diesem Stein scheint es sich um eine Hirtenregion der Ureinwohner zu handeln und somit würden diese Symbole eine weitere kleine steinerne Landkarte bzw. eine Felskarte ergeben.

Librerías que venden los libros / Buchläden, die die Bücher anbieten

(Situación noviembre 2019 / Stand November 2019)

Edición española: LA PALMA FUE TAMBIÉN LA ISLA DE LOS CARTÓGRAFOS
Deutsche Ausgabe: LA PALMA WAR AUCH DIE INSEL DER KARTOGRAFEN

La Palma 
Librería Trasera
Calle Álvarez de Abreu, 27
Santa Cruz de La Palma (La Palma)
Tfno.: (+34) 922 411 815

Librería Papiro

Calle Anselmo Pérez de Brito, 14
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Tienda del Santuario
de Las Nieves

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Santa Cruz de La Palma (La Palma)
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Gran Canaria
El Libro Técnico Librerías Independientes
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Lanzarote
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C/ Inspector Luis Martin, 11
Arrecife de Lanzarote
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Te
nerife
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CAlle Suárez Guerra, 23
Santa Cruz de Tenerife (Tenerife)
Tfno.: (+34) 922 245 314
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Todo Hobby La Clave

Piedra Redonda 21. Local A
Adeje  / Tenerife
Tfno.: (+34) 696986951
www.todohobbylaclave.es/libro/la-palma-war-auch-die-insel-der-kartografen-interpretationen-der-felsgravuren_260738

Lemus Librerías Independientes
Heraclio Sanchez, 64

La Laguna / Tenerife
Tfno.: (+34) 922251145

Librería Lemus Versandhandel
Calle Heraclio Sánchez, 64
La Laguna (Tenerife)
Tfno.: (+34) 922 251 145
www.librerialemus.com 

 

«Este libro es para todos, para palmeros y visitantes amantes de La Palma, para curiosos, para críticos, para expertos, para aficionados, para descubridores, inventores, exploradores, investigadores, para lectores apasionados y para los enamorados de la naturaleza. Les habla de lugares mágicos en una isla mágica» (Susanne Weinrich, 2017).

„Dieses Buch ist für alle: Für Palmeros und für interessierte Besucher von La Palma, für Neugierige, für Kritiker, für Fachleute, für Liebhaber, für Entdecker, Erfinder, Erforscher, für leidenschaftliche Leser und für Naturbegeisterte. Es berichtet von wunderbaren Orten auf einer wunderbaren Insel“ (Susanne Weinrich, 2017).

Librerías donde se puede comprar el libro LA PALMA FUE TAMBIÉN LA ISLA DE LOS CARTÓGRAFOS

 

 

Morro de la Tiburcia – Landkarte und Petroglyphe

LA PALMA WAR AUCH DIE INSEL DER KARTOGRAFEN — INTERPRETATIONEN DER FELSGRAVUREN VOM LOMO DE LA FAJANA (EL PASO) UND VOM CABOCO DE BELMACO (VILLA DE MAZO), ALS SYMBOLISCHE DARSTELLUNGEN VON DETAILLIERTEN LANDKARTENEste petroglifo muestra características asociables a las del Morro de la Tiburcia, El Paso, La Palma.

 

Von den etwa 20 Petroglyphen der Felsbildstation El Lomo de La Fajana, die sich am Fuße der Montaña de la Hiedra in El Paso befindet, scheint folgendes Symbol die Kuppe Morro de la Tiburcia zu symbolisieren. Die Autorin Barbara Kupka hat allen Symbolen dieser Felswand verschiedene Landschaftselemente zugeordnet, wie Berge, Talmulden, Felskuppen, Siedlungs- und Weidegebiete, Quellen, etc. Insgesamt scheint es sich bei dieser Felsbildstation um eine riesige detaillierte Landkarte der Ureinwohner zu handeln.

Un petroglifo de la estación La Fajana podría simbolizar el Morro de la Tiburcia, Tijarafe / la Palma.

In der Skizze ist die Felsgravur mit den Höhenlinien um die Kuppe Morro de la Tiburcia, auf der sich der Mirador de las Cabezadas befindet, kombiniert worden.
Auf dem Foto sehen wir den Morro de la Tiburcia mit dem Piedra del Guanche und sozusagen vor unseren Füßen den unteren Teil der Erhebung Morro del Bicho, dessen felsiger Untergrund in der Gipfelzone sichtbar ist. Aber wenn man genau hinschaut, findet man unterhalb an entsprechenden Stellen vereinzelte Rinnen, die wahrscheinlich künstlich geschaffen wurden, um das Regenwasser in Richtung Pozo Bravo zu leiten. In der Kerbe zwischen diesen beiden Kuppen, ganz in der Nähe des Wasserspeichers, befindet sich idealerweise direkt im oberen Rand der Angustias Schlucht, neben dem neu bestellten Weinfeld, eine Höhlengruppe.

Autora: Barbara Kupka     www.3xProcyon.de
Traducción: Susanne Weinrich
Edición: Cartas Diferentes Ediciones    www.cartasdiferentes.com

Este petroglifo muestra características asociables a las del Morro de la Tiburcia, Tijarafe / La Palma., El Paso / La Palma.

Montaña de Argual – Landkarte und Petroglyphe

LA PALMA WAR AUCH DIE INSEL DER KARTOGRAFEN — INTERPRETATIONEN DER FELSGRAVUREN VOM LOMO DE LA FAJANA (EL PASO) UND VOM CABOCO DE BELMACO (VILLA DE MAZO), ALS SYMBOLISCHE DARSTELLUNGEN VON DETAILLIERTEN LANDKARTEN

Este petroglifo muestra características asociables a las de la Montaña de Argual.

 

Von den etwa 20 Petroglyphen der Felsbildstation El Lomo de La Fajana, die sich am Fuße der Montaña de la Hiedra in El Paso befindet, scheint folgendes Symbol die Montaña de Argual zu symbolisieren. Die Autorin Barbara Kupka hat allen Symbolen dieser Felswand verschiedene Landschaftselemente zugeordnet, wie Berge, Talmulden, Felskuppen, Siedlungs- und Weidegebiete, Quellen, etc. Insgesamt scheint es sich bei dieser Felsbildstation um eine riesige detaillierte Landkarte der Ureinwohner zu handeln.

Desde la cima de la Montaña de Argual se ver muchos lugares que tuvieron una importancia considerable para los indígenas.

An der Westseite des Berges Montaña de Argual existiert zwischen den beiden Erhebungen 1 und 2 eine Verwerfungszone. Möglicherweise trat dort in Regenzeiten Sickerwasser aus, das gespeichert und zur Bewässerung der unterhalb gelegenen Flächen genutzt worden sein könnten, was die längliche Kreisform mit der Schlangenlinie (11) nahelegen könnte.Este petroglifo muestra características asociables a las de la Montaña de Argual.

La parte suroeste del volcán se prolonga en una pequeña loma aplanada conocida como Bajo la Montaña de Argual.

Autora: Barbara Kupka   www.3xProcyon.de
Traducción: Susanne Weinrich
Edición: Cartas Diferentes Ediciones    www.cartasdiferentes.com

  Un petroglifo de la estación La Fajana podría simbolizar la Montaña de Argual.

Hoyo-Peña del Diablo – Landkarte und Petroglyphe

LA PALMA WAR AUCH DIE INSEL DER KARTOGRAFEN — INTERPRETATIONEN DER FELSGRAVUREN VOM LOMO DE LA FAJANA (EL PASO) UND VOM CABOCO DE BELMACO (VILLA DE MAZO), ALS SYMBOLISCHE DARSTELLUNGEN VON DETAILLIERTEN LANDKARTENEste petroglifo muestra características asociables a las del Hoyo-Peña de Diablo, El Paso, La Palma.

 

Von den etwa 20 Petroglyphen der Felsbildstation El Lomo de La Fajana, die sich am Fuße der Montaña de la Hiedra in El Paso befindet, scheint folgendes Symbol die Talmulde Hoyo-Peña del Diablo zu symbolisieren. Die Autorin Barbara Kupka hat allen Symbolen dieser Felswand verschiedene Landschaftselemente zugeordnet, wie Berge, Talmulden, Felskuppen, Siedlungs- und Weidegebiete, Quellen, etc. Insgesamt scheint es sich bei dieser Felsbildstation um eine riesige detaillierte Landkarte der Ureinwohner zu handeln.

Un petroglifo de la estación La Fajana podría simbolizar el Hoyo-Peña de Diablo.

Am Fuß des Pico Bejenado und westlich der Montaña de la Hiedra befindet sich die terrassierte Talmulde El Hoyo-Peña del Diablo. Auf der höchsten Terrasse und in den Felswänden, die den Talkessel umgeben, existieren Höhlen sowie Hütten, die an die Steilwand gemauert wurden. Am unteren Rand der Mulde erhebt sich ein riesiger freistehender Fels und gegenüber, auf der anderen Seite des Weges könnte einmal ein kreisförmiger Versammlungsplatz gewesen sein. Dieser könnte in der Felsgravur dem Kreis, unten links, entsprechen.

Autora: Barbara Kupka www.3xProcyon.de
Traducción: Susanne Weinrich
Edición: Cartas Diferentes Ediciones www.cartasdiferentes.com

Este motivo circular se ajusta bastante bien a los elementos paisajísticos del Hoyo-Peña de Diablo.

 

Pico de Bejenado – Landkarte und Petroglyphe

LA PALMA WAR AUCH DIE INSEL DER KARTOGRAFEN — INTERPRETATIONEN DER FELSGRAVUREN VOM LOMO DE LA FAJANA (EL PASO) UND VOM CABOCO DE BELMACO (VILLA DE MAZO), ALS SYMBOLISCHE DARSTELLUNGEN VON DETAILLIERTEN LANDKARTENUn petroglifo de la estación La Fajana podría simbolizar el Pico de Bejenado, El Paso / La Palma.

 

Von den etwa 20 Petroglyphen der Felsbildstation El Lomo de La Fajana, die sich am Fuße der Montaña de la Hiedra in El Paso befindet, scheint folgendes Symbol die Bergspitze El Pico de Bejenado zu symbolisieren. Die Autorin Barbara Kupka hat allen Symbolen dieser Felswand verschiedene Landschaftselemente zugeordnet, wie Berge, Talmulden, Felskuppen, Siedlungs- und Weidegebiete, Quellen, etc. Insgesamt scheint es sich bei dieser Felsbildstation um eine riesige detaillierte Landkarte der Ureinwohner zu handeln.

Un petroglifo de la estación La Fajana podría simbolizar El Pico de Bejenado, El Paso /La Palma.

Auf dem unteren Foto sehen wir die markantesten Geländeabsätze des Berges Pico de Bejenado, die mit den Zahlen 4 bis 7 gekennzeichnet sind. In der Gravur finden wir an der entsprechenden Stelle ähnliche Segmente. Auffällig ist vor allem Fläche 5, denn an der unteren vorderen Ecke wurde ein kleiner Kreis eingraviert. Das kleine Foto zeigt einen Felsmonolith an der vorderen Kante dieses Absatzes, der zuletzt noch von Hirten genutzt wurde, um junge Schafe und Ziegen an Körben abzuseilen, weil sie dort für mehrere Wochen ohne Aufsicht aufwachsen konnten. Dieser Absatz wird Andén de la Cañada genannt.

Autora: Barbara Kupka    www.3xProcyon.de
Traducción: Susanne Weinrich
Edición: Cartas Diferentes Ediciones    www.cartasdiferentes.comEste petroglifo muestra características asociables a las del Pico de Bejenado, El Paso / La Palma.

 

Montaña de la Hiedra – Landkarte und Petroglyphe

LA PALMA WAR AUCH DIE INSEL DER KARTOGRAFEN — INTERPRETATIONEN DER FELSGRAVUREN VOM LOMO DE LA FAJANA (EL PASO) UND VOM CABOCO DE BELMACO (VILLA DE MAZO), ALS SYMBOLISCHE DARSTELLUNGEN VON DETAILLIERTEN LANDKARTEN

Este petroglifo muestra características asociables a las de la Montaña de la Hiedra, El Paso / La Palma.

 

Von den etwa 20 Petroglyphen der Felsbildstation El Lomo de La Fajana, die sich am Fuße der Montaña de la Hiedra in El Paso befindet, scheint folgendes Symbol die Montaña de la Hiedra zu symbolisieren. Die Autorin Barbara Kupka hat allen Symbolen dieser Felswand verschiedene Landschaftselemente zugeordnet, wie Berge, Talmulden, Felskuppen, Siedlungs- und Weidegebiete, Quellen, etc. Insgesamt scheint es sich bei dieser Felsbildstation um eine riesige detaillierte Landkarte der Ureinwohner zu handeln.

Este petroglifo detallado muestra características asociables a las de la Montaña de la Hiedra.

Felsgravuren von La Fajana stellen Landschaftselemente dar.

Autora: Barbara Kupka    www.3xProcyon.de
Traducción: Susanne Weinrich
Edición: Cartas Diferentes Ediciones    www.cartasdiferentes.com

Este motivo circular se ajusta bastante bien a los elementos paisajísticos de la Montaña de la Hiedra.

Auszug aus der Buchpräsentation

Zuerst möchte ich mich bei Doña Marta Lozano Martín und Don Manuel Poggio Capote von der Autorenvereinigung Cartas Diferentes Ediciones sowie bei meiner Übersetzerin Susanne Weinrich und bei meinem Mann Ivo Kupka ganz herzlich bedanken, denn sie sind die besten Partner, die ich mir für mein Buchprojekt wünschen konnte!

Auf dem folgenden Foto sehen Sie die etwa 20 Symbole der Westseite der Felsbildstation El Lomo de La Fajana, El Paso. Ich habe alle Symbole dieser Felswand verschiedenen Landschaftselementen zugeordnet. So stellen bestimmte Symbole Berge, Talmulden, Felskuppen, Siedlungs- und Weidegebiete, Quellen, etc. dar. Insgesamt scheint es sich bei dieser Felsbildstation um eine riesige detaillierte Landkarte der Ureinwohner zu handeln.
Mein größter Wunsch wäre, dass auf der Basis meiner Theorie weitere Petroglyphen als Landkarten gedeutet werden können. Und dass daraus vielleicht eine gemeinschaftliche inselweite Forschungsbewegung entsteht.

Die Idee was einzelne Symbole bedeuten könnten fiel mir zwar oft nicht leicht, aber wesentlich schwieriger war es Texte zu finden, die meine Interpretation am besten veranschaulichen und die Theorie untermauern. Daher werden Sie in dem Buch je nach Region interessante Zitate vor allem aus wissenschaftlichen Quellen, aber auch aus historischen Berichten von der Gegenwart bis ins 16. Jhd. sowie Erzählungen, Reise- und Wanderbeschreibungen vorfinden. Zudem veranschaulichen über 200 Abbildungen meine Interpretation, wodurch das Auge immer wieder verweilt, während der Kopf die manchmal recht anspruchsvollen Texte verarbeitet kann.

Um Ihre Neugier zu wecken, möchte ich Ihnen die mögliche Bedeutung für ein Symbol ausführlich erläutern. Und vielleicht bekommen Sie dann Lust die Umgebung Ihres favorisierten Panels in Bezug auf strukturelle Ähnlichkeiten zu den jeweiligen Petroglyphen zu untersuchen.
Mein größter Wunsch wäre, dass auf der Basis meiner Theorie weitere Petroglyphen als Landkarten gedeutet werden können. Und dass daraus vielleicht eine gemeinschaftliche inselweite Forschungsbewegung entsteht.
Von den sogenannten sonnenförmigen Gravuren der Gruppe Panel 2 interessierte mich zuerst das schwarz markierte, zentrale Symbol, das ich 2010 als Berg interpretiert habe.

Denn schon 2007 hatte ich die spontane Idee, dass eine kreisförmige Felsgravur der Fundstätte El Calvario in Santo Domingo de Garafía, den einzigen, von dort aus sichtbaren und markanten Berg, darstellen könnte.

Links: Die Petroglyphe. Rechts oben: Der Blick von El Calvario bergauf zur Montaña de Fernando Porto. Rechts unten: Vom Gipfel der Montaña de las Indias sieht man bergab soeben nur die doppelten Wölbungen des Berges Fernando Porto.

 

Auf Grund dieser Interpretationsidee nahm ich mir beim Anblick des zentralen Kreissymboles von La  Fajana vor, den an die Felsbildstation angrenzenden Berg Montaña de la Hiedra zu erwandern, um zu schauen, ob ich Strukturen des Geländes finden kann, die den Segmenten der Petroglyphe ähneln.

In der folgenden Abbildung stellt die zentrale topografische Karte die Montaña de la Hiedra nur durch Höhenlinien und saisonale Wasserläufe dar. Und das rechte Foto zeigt den Berg von El Paso aus in Blickrichtung Norden. Bei dieser Ansicht ist auffällt, dass sich unterhalb der Baumgrenze nur ein riesiger Anhang mit Wiesen und vereinzelten Kiefern erstreckt.Wir möchten Sie jetzt auf einen virtuellen Spaziergang mitnehmen, damit Sie die Topographie und die Siedlungsgebiete auf der Montaña de la Hiedra kennenlernen. Daher schauen Sie sich bitte die Fotos der Reihe nach mit den entsprechenden Bereichen in der topographischen Karte an.

Fläche 1: Sich abwechselnde sanfte Bodenwellen.

Fläche 2: Eine seichte Senke mit einem saisonalen Wasserlauf, deren rechte Seite eine Wiese mit Felsblöcken und vereinzelten Hausruinen aufweist, während auf der linken Seite Kiefern wachsen. Da sich das Tal bergab schnell weitet, scheint sich von oben betrachtet eine dreieckige Fläche zu öffnen.

Fläche 3: Zwei kleine, sich parallel öffnende Einschnitte. Wenn man den linken barranquillo bergauf geht erreicht man oberhalb der Terrassen eine saisonal oft feuchte Wiese und es sind größere Höhlen im Abhang. Die andere Schlucht ist nahezu komplett terrassiert und es existieren entlang des zentralen Weges einige Hausruinen.

Fläche 4: Dieser abgeflachte Absatz befindet sich am Ende eines breiten Geländeausläufers. Es könnte sich um einen Beobachtungsplatz der Hirten handeln, von dem aus sie ihre Herden auf den weiten, tiefer liegenden Wiesen überwacht haben. Am rechten Rand des Fotos ist der Abhang in die terrassierte Schlucht zu erkennen, während auf der anderen Seite des Beobachtungsplatzes auf dem Geländerücken ein alter Weg verläuft, der ein Stück weiter bergauf von dem neuen Fahrweg, überbaut wurde.

Fläche 5: Im Vordergrund ist auf dem Geländeausläufer der modernen Fahrweg zu sehen, der zur Nordseite des Berges führt und im Anschluss daran eine landwirtschaftlich genutzte Zone, die ich aber noch zur Fläche 3, dem Siedlungsgebiet mit Höhlen und Hausruinen, rechne.

Fläche 6: Weiter in Richtung Norden ist der Fahrweg tief in den Berg eingeschnitten und der mit Kiefern bewachsene Abhang fällt steil in die Schlucht Barranco El Rincón ab. Dieses rechte Ufer der Schlucht bezeichne ich als Fläche 6.

Fläche 7: Die Nord-Ost-Seites der Montaña de la Hiedra wird aus einem relativ kurzen Steilhang mit Kiefernwald gebildet. Zu Füßen des Berges mündet an einer Kreuzung u. a. der Camino aus dem Barranco El Rincón und in der Ferne öffnet sich eine im Winter lichte Mandelbaumplantage.

Fläche 8: Ein Kiefernhang mit einigen Höhlen, der sich an der Südost-Seite des Berges, oberhalb der erwähnten beiden parallelen Einschnitte mit der landwirtschaftlichen Zone (Fläche 3), erstreckt.

Fläche 9: Ein besonders charakteristischer rechteckiger Streifen an der Nordseite der Montaña de la Hiedra, der landwirtschaftlich genutzt wird.

Fläche 10: Der steile Kiefernwald mit Erosionsrinnen an der Westseite des Berges.

Fläche 11: Da eine Schlucht immer vom Ursprung aus betrachtet wird, definiere ich den linken Rand der Schlucht Barranco de Torres, dort wo sie mit einem seichteren Gefälle an die Montaña de la Hiedra angrenzt, als Fläche 11.

Fläche 12. Eine leichte Senke mit Wiesen, Felsblöcken und Hausruinen, die sich am Ursprung des dreieckigen Tales befindet, das wir zu Anfang kennengelernt haben.

Fläche 13: Der Gipfelbereich, in dem vorwiegend Kiefern wachsen, die die wichtige Aufgabe haben das Wasser der Nebelwolken zu melken.

Unser Weg begann am Barranco de Torres und verlief zunächst unterhalb von zwei mutmaßlichen Siedlungsgebieten. Danach folgten wir einem Weg, der von El Barrial steil bergauf führte und der teilweise gepflastert und mit Mauern gesäumten ist. Dieser wurde oberhalb von einem einmündenden neuen Fahrweg überbaut und nach der Mandelbaumplantage erreichte man früher mit dem Fuhrwerk eine ehemals sehr ergiebige Heilquelle, die Fuente de Tamarahoya.
Diese Wegbeschreibung soll Ihnen vermitteln, dass es sich bei den nicht erläuterten Randbereichen der Petroglyphe eventuell um die Darstellung von Schluchten und / oder Wegen handeln könnte.

Auf Grund der großen Übereinstimmungen könnte man sagen, dass es sich bei dieser Petroglyphe höchstwahrscheinlich um die symbolische Darstellung der Montaña de la Hiedra handelt.

Das war der ausführliche virtuelle Rundgang und nun folgt die Interpretation der Felsgravur, indem in der Abbildung die heutige Karte im Zentrum der Landschaftsfotos einfach gegen die Felsgravur der Ureinwohner ausgetauscht wird. Jetzt werden Sie feststellen, dass die visuellen Landschaftsformen, die natürlich zuvor den Höhenlinien entsprochen haben, sich nun auch recht überzeugend den Segmenten der Petroglyphe zuordnen lassen.

In der Gravur habe ich anhand einer Satellitenkarte die heutigen Zonen mit Kiefernwäldern dunkelgrün und die Wiesenflächen hellgrün koloriert. Aber die Farbe Hellgrün könnte ebenso die Siedlungs- und Anbauzonen der indigenen Bevölkerung anzeigen.

Weitere Erläuterungen sind für die Interpretation dieser Petroglyphe nicht nötig, denn die Illustrationen sprechen für sich. Im Buch hingegen werden Sie Zitate aus unterschiedlichen Quellen finden, die diese und auch die anderen Regionen erläutern, wodurch Sie nach und nach ein Verständnis für die Lebensbedingungen der Ureinwohner entwickeln werden.

 

Wenn auf diesem Foto die untere Petroglyphe tatsächlich die Montaña de la Hiedra symbolisieren würde, was könnte dann die sogenannte sonnenförmige Gravur darüber darstellen?

In der topographischen Karte, die die Montaña de la Hiedra darstellt, können wir sehen, dass nur im Norden ein Übergang an den nächst höheren Berg existiert, da der Berg im Westen von dem Barranco de Torres, im Süden von dem Barranco de Tenisque und im Osten von dem Barranco del Rincón begrenzt wird.
Demnach war mein erster Gedanke, dass es sich bei dieser Gravur um den Pico de Bejenado handeln könnte, da er direkt oberhalb an die Montaña de la Hiedra angrenzt.

 

Das folgende Foto zeigt die Lage der Felsbildstation El Lomo de La Fajana am Fußes des Berges Montaña de la Hiedra und darüber die eindrucksvolle Erhebung Pico de Bejenado.

Da man den Pico de Bejenado am besten von der in langen Abschnitten oft gerade verlaufenden Straße, die von El Time in den Barranco de las Angustias führt, aus wahrnimmt, möchte ich diese Ansicht des Berges näher erläutern.

Aus dem Blickwinkel von der Ortschaft Amagar wirkt die Silhouette des Berges wie eine Frau, wie ein Guanche oder wie ein Freund meinte, wie ein Rasta mit langen Haaren.
Von den natürlichen Geländeabsätze könnten man, die auf dem Foto unterhalb der Zahl 7 sichtbare Fläche als “Kinn der Frau” bezeichnen, da diese etwas länger als die anderen ist; dann folgt Fläche 6, die schmale und hohe Unterlippe des geöffneten Mundes; danach Fläche 5, die Oberlippe; Fläche 4, die wieder etwas längere Nase, die in die schräge Stirn übergeht und schließlich die Fläche 18, die Schädeldecke.

In der Gravur, die etwa in Richtung Norden ausgerichtet ist, finden wir an der entsprechenden Stelle ähnliche Segmente. Auffällig ist vor allen Fläche 5, denn an der unteren vorderen Ecke wurde ein kleiner Kreis eingraviert.

Das folgende Foto zeigt diesmal einen Blickwinkel von dem Wanderweg, der an der Cumbrecita startet und die Nordseite des Berges Pico de Bejenado umrundet. Hier sehen wir den Felsmonolith (r  =  roque) an der vorderen Kante des Absatzes viel deutlicher. Dieser Vorsprung wurde bis zuletzt noch von Hirten genutzt, um junge Schafe und Ziegen an Körben abzuseilen, weil sie dort für mehrere Wochen ohne Aufsicht verbleiben und aufwachsen konnten.

Bei diesen beiden Fotos zur Erläuterung der Segmente dieser Petroglyphe möchte ich es belassen. Eine Interpretation der anderen Segmente sowie auch zu allen anderen Symbolen der Felsbildstation La Fajana finden Sie in meinem Buch LA PALMA WAR AUCH DIE INSEL DER KARTOGRAFEN.

Nach meiner Theorie lassen sich die meisten Petroglyphen der Felsbildstation La Fajana anhand einer oder mehrerer besonders charakteristischer Eigenschaften bestimmten Landschaftsformen zuordnen. Diese Zuordnung gelingt oft durch den Vergleich von Höhenlinien einer Landkarte, aber vor allem auch durch noch heute sichtbare Spuren, die man auf Wanderungen in den Regionen der Ureinwohnern finden kann und die sich durch Zitate von Archäologen belegen lassen, wie beispielweise alte Wege, Höhlen, Hausruinen, Hirtensiedlungen sowie saisonale Hirtenunterschlupfe, Weidegebiete mit Beobachtungsplätzen etc.
Diese sichtbaren topografischen Erscheinungen könnten durch unterschiedliche Segmente der Petroglyphe dargestellt worden sein.
Zudem könnten weitere Symbole dieser Felsbildstation als grafische Zeugnisse die Existenz von Quellen und Wassersnutzungssystemen belegen, die teilweise noch bis ins 20. Jahrhundert verwendet wurden.
Auf Grund dieser und anderer gesammelten Beobachtungen scheinen manche Errungenschaften, von denen wir heute annehmen, dass sie die Spaniern auf die Insel brachten, im Ursprung schon von den Ureinwohnern zu stammen.

Aber natürlich werden einige von Ihnen in vielen Punkten meiner Ausführungen anderer Meinungen sein, da Sie die Regionen besser kennen als ich, vielleicht noch aus alten Zeiten oder durch Erzählungen.

Bei der Buchpräsentation im Casa Amarilla / in Brena Alta wurde ich gefragt, wie man meine neue Interpretationsidee für eine Petroglyphe in Garafía kennenlernen kann, wenn man am letzten Tag der Präsentationsreise nicht nach Santo Domingo de Garafía kommen kann. Denn diese neue Theorie ist nicht in meinem Buch enthalten. Spontan versprach ich die Ausführungen demnächst auf meiner Homepage zu publizieren.

Doch da bisher nur wenige Leser mit spanischer Länderkennung meine Homepage gefunden haben (ich hatte dort von 2013 bis 2016 u. a. die Interpretation der ersten 9 Symbole der Felsbildstation La Fajana auf Deutsch veröffentlicht), wäre es großartig, wenn sich eine oder ein Netzwerk von mehreren Forschergruppen zur Interpretation von Petroglyphen als Landkarten der Ureinwohner bilden würde, wo jeder (auch ich) seine Beobachtungen und Anregungen in einem Forum publizieren könnte.

Denn die Theorie der Landkarten lässt sich im Vergleich zu den anderen Theorien (Astronomische Deutungen, Bitte um Regen, Fruchtbarkeitskult, etc.) einigermaßen nachvollziehbar belegen.

Und für Menschen ohne Internetzugang wäre es wichtig, dass auch sie eine Möglichkeit bekommen handschriftliche Texte an eine bestimmte Adresse schicken zu können.

Ein denkbares Ziel wäre, dass die gesammelten Ideen später einmal namentlich zitiert, ggf. überprüft und durch Zitate ergänzt, in irgendeiner Form von einer der Forschergruppen veröffentlicht werden könnten.

Natürlich wende ich mich mit diesem Wunsch vor allem an die einheimischen Insulaner! Denn nur wer die Gegenden genau kennt oder zeitintensiv erforscht, wird eventuell Gemeinsamkeiten der Landschaft zu bestimmten Segmenten der entsprechenden Felsgravuren finden können, zumal spezifische Merkmale vermutlich oft auch auf Privatgelände existieren.

 


Das Buch über die Interpretationen der Felsgravuren vom Lomo de La Fajana (El Paso) und vom Caboco de Belmaco (Villa de Mazo), als symbolische Darstellungen von detaillierten Landkarten, ist ab sofort in zwei Ausgaben LA PALMA FUE TAMBIÉN LA ISLA DE LOS CARTÓGRAFOS und LA PALMA WAR AUCH DIE INSEL DER KARTOGRAFEN in den palmerischen Buchhandlungen Trasera, Papiro, Las Nieves (Santa Cruz de La Palma) und LER (in Los Llanos de Aridane) erhältlich. Und die Bücher können auch über die Buchhandlung  bzw. den Versandhandel Lemus (Teneriffa) bestellt werden: https://www.librerialemus.com/libro/la-palma-fue-tambien-la-isla-de-los-cartografos_495638

Telecanarias: Eine palmerische Petroglyphe könnte laut Dr. Jorge Pais die erste Landkarte der Kanaren sein

Am 30. Oktober 2017 sendete der Fernsehsender Telecanarias:  “Eine Petroglyphe von La Palma könnte die erste Landkarte der Kanaren sein”.
http://www.rtve.es/alacarta/videos/telecanarias/telecanarias-301017/4278589/ (ab der 14. Minute)

“Sie haben eine Petroglyphe aus der präspanischen Zeit entdeckt, die nach der Interpretation der Wissenschaftler eine felsige Landkarte der Insel darstellt.  Es wäre die erste, die auf den Kanaren bekannt wird und eine von wenigen auf der Welt.

Und auf La Palma könnte die neuartige Interpretation der Experten zu einer Petroglyphe im Mittelpunkt der weltweiten Archäologie liegen. …

Die Hypothese einer Felskarte eröffnet der Forschung neue Wege.
In der weltweiten Vorgeschichte sind die Beispiele für geografische Darstellungen der Umgebung selten und selbstverständlich ist dies die erste bekannte der Kanarischen Inseln (Telecanarias, 2017).”

Der Archäologe Dr. Jorge Pais Pais stellt in diesem Beitrag eine Interpretation zu einer Petroglyphe vor, die sich im früheren Bezirk Tijarafe befindet.

 

Am 27. Januar 2018 sendete der Fernsehsender Telecanarias: “Auf La Palma könnte eine neue Interpretation ins Zentrum der weltweiten Archäologie rücken. Sie glauben, dass es sich um eine Felskarte der Insel handelt. Es wäre die erste, die man auf den Kanaren kennt und eine der wenigen Beispiele der Vorgeschichte.”
http://www.rtve.es/alacarta/videos/espana-en-comunidad/espana-comunidad-27-01-18/4440638/ (ab der 11. Minute)

Felsgravuren als symbolische Darstellungen von detaillierten Felskarten in El Paso

Eigentlich hatte ich nicht vor ein Buch über die Felsgravuren von La Palma zu schreiben, aber da ich (seit 2012) niemanden fand, der Interesse hatte meine Anfangstheorie weiter zu verfolgen, habe ich mich selber an die Arbeit begeben. Diese Anfangstheorie besteht in der Hypothese, dass manche Petroglyphen auf La Palma …  möglicherweise Landschaftselemente symbolisch darstellen, ja als riesige detaillierte Landkarten gelesen und gedeutet werden könnten. …

Die Interpretation, die demnächst erscheint, erklärt mit Hilfe von Fotos nachvollziehbar die mögliche Bedeutung einzelner Symbolgruppen. Die einzelnen Zeichen sind häufig in kleine Parzellen unterteilt, …

Wie sich herausstellte lassen sich vermutlich einige Berge und ganz spezifische Landschaftsformen anhand einzelner charakteristischer Nutzungsanzeichen, topographischer Eigenschaften und visueller Erscheinungen bestimmten Petroglyphen zuweisen. Aufgrund der Addition der überprüfbaren Merkmale komme ich zum Schluss zu der Annahme, dass es, sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, um Felskarten der Ureinwohner handelt.

Wir konnten Petroglyphen als eine steinerne Landkarte in Garafía klassifizieren

Die folgenden Zitate stammen aus dem Artikel >Montaña de Fernando Porto<, der in der Zeitschrift IRUENE Nr. 6 Casiopea (2014; Ediciones Alternativas, Puntagorda, La Palma), in Spanisch und Englisch, erschienen ist.

“Auf der kanarischen Insel La Palma gibt es vor allem in der Gemeinde Garafía zahlreiche Petroglyphen. Von einer Gruppe loser, freistehender Steine, >El Calvario<, fiel mir eine Felsgravur (Foto N° 2) am meisten auf. Über dem Motiv leuchtete das Meer. Jedoch wenn man sich um 180 Grad wendete, sah man rechts vom Friedhof einen auffälligen Berg, der scheinbar zwei Spitzen hatte (Foto N° 1). Erst als es uns, nach mehreren Jahren gelungen war, einigen Felsgravuren konkrete Landschaftselemente zuzuordnen, haben wir auch diese Region näher untersucht. …

Blick von >El Calvario< direkt bergauf

Doch was könnte die Felsgravur von dem Stein der Fundstätte >El Calvario< mit den angeführten Bergen und Quellen zu tun haben? Könnten die Petroglyphen eventuell den Hauptsiedlungs- und Wanderbereich einiger Familien darstellen, die in der Umgebung des Barrancos de Fernando Porto lebten? …

Wenn wir die Berge und Quellen der Felsgravur tatsächlich richtig zugeordnet haben, könnte der Montaña de Fernando Porto einen Siedlungsbereich und die Region zwischen den Barrancos de La Luz und del Atajo / Jerónimo ein “privat aufgeteiltes“ Gebiet mit Viehhaltung, Wasserstellen und wahrscheinlich auch einigen landwirtschaftliche genutzten Flächen darstellen. …

Vergleicht man die Topographie mit dem Foto der Gravur kann man Ähnlichkeiten fetsstellen.

Der Hauptweg führte vermutlich von der Mündung des Barranco de Fernando Porto bis zum Roque de Los Muchachos mit den Gemeindeweiden. Dass an dieser ziemlich geraden Strecke neben dem Montaña de Fernando Porto ausgerechnet der unscheinbare Montaña de Las Indias dargestellt wurde, kann nur durch die Sichtbeziehung erklärt werden, die aber aufgrund der Entfernung nur durch Feuerzeichen in der Nacht eine Bedeutung gehabt haben konnte. Die Feuer könnten Viehdiebstahl und andere Gefahren, sowie auch Rituale, Feiern oder Spiele anzeigen oder bei Auseinandersetzungen die Gemeinschaft oder die Stammesführer einberufen, … (Kupka, 2014).

Felsspalten und Steinhaufen zur Beobachtung des Sonnengangs

Diesen Artikel hatte ich lange Zeit auf meinem Blog publiziert, aber dann für eine Weile ins Archiv gelegt. Denn auch mit Dr. Jorge Pais Pais und Mitgliedern des Vereins Club de Salto de Pastor Jurria Tenerra sowie mit anderen Palmeras und Palmeros hatten (und haben) wir wunderbare Wanderungen und Erlebnisse gehabt, die ich aber nicht alle dokumentieren und veröffentlichen will.
Daher belasse ich es exemplarisch bei dieser Beschreibung eines beeindruckenden Erlebnisses in unserer zweiten Heimat, der Insel La Palma und wir bedanken uns für die uns entgegengebrachten Freundschaften in der Hoffnung, dass sich niemand übergangen fühlt.

 

Sommersonnenwende am Caboco El Verde

…..„Die archäoastronomische Vereinigung Iruene wird an diesem Samstag, dem 21. Juni 2014, die Sommersonnenwende, im Caboco de El Verde, welcher sich im Flussbett des Barrancos de Tenisca befindet, begrüßen. … Der Vorsitzende der Iruene Miguel Martín erklärte, ‘El Verde ist ein kleiner Caboco  oder ein Lavabruch, der eine bedeutende Anzahl von Felsgravuren enthält. … Das Kuriose ist, dass dieser eine Art Sitz einschließt … von dem aus der Sonnenuntergang (zur Sommersonnenwende) über einer kleinen Öffnung in einem Roque beobachtet werden kann.‘ Die Fundstätten mit den Felszeichnungen, El Verde, zeichnet sich durch ihre riesigen Spiralen von bis zu einen Meter Durchmesser aus. Die Hauptgruppe bildet eine der auffälligsten Ensembles der Vorgeschichte von La Palma, besonders wenn sie am Nachmittag besucht wird“ (La Palma Ahora 2014, [1]). Ein caboco ist ei Absatz am Grunde einer Schlucht, der durch einen Wasserfall entstanden ist. Er kann auch einen Talschluss bilden.)Felsgravuren von El Verde

…..Der Caboco von El Verde im Barranco de TeniscaWir sind der Einladung des Archäoastronomen Miguel Martín, die Sommersonnenwende in El Verde zu erleben, gefolgt. Da wir unser Auto in der Nähe des kleinen Parkplatzes geparkt hatten, von dem aus man zu den Fundstellen El Lomo de la Fajana und El Verde (früher El Cementerío genannt) wandern kann, gingen wir das Flussbett bergauf. Schon von weiten hörten wir eine männliche Stimme und dann sahen wir einen kleinen weißen Punkt, der sich schließlich als der Redner in einem weißen T-Shirt offenbarte, der scheinbar allein in dem Flussbett stand. Je näher wir kamen, umso deutlicher sahen wir auch die Gesten seiner Arme, aber keine Zuhörer. Diese tauchten erst langsam auf, je mehr wir uns einer höher gelegenen, flacheren Zone mit einem Caboco näherten.

Im Caboco von El Verde gibt es inmitten phantastischer Gravuren einen Felsenthron.…..Miguel Martín saß in einer Art Felsenthron und jeden Fuß hatte er in einem eigenen Absatz platziert. Neben seinem rechten Fuß war eine große Spirale zu sehen, die von innen nach außen betrachtet, linksdrehend sich vergrößert oder ausschwingt. Der Caboco, inmitten des Flussbettes, enthält im unteren Teil einige kleine Höhle, und oberhalb ist die Felswand mit vielen Gravuren dekoriert. Sie bot in dieser lauen Sommernacht eine großartige Kulisse. Der Abendhimmel war leicht bewölkt, die Akustik hervorragend und wir Zuschauer standen voller Ehrfurcht vor dem Meister auf seinem Thron und lauschten seinen Erzählungen über die Ureinwohner von La Palma und ihre Beziehungen zum Himmel.

…..Kurz vor Sonnenuntergang riss der Himmel endlich auf und die Sonne verbarg sich nur noch hinter einer kleinen Wolke, über dem westlichen Abhang der Schlucht.Ein Felsspalte scheint die Sonne an den Tagen den Solstitien zu verschlucken.

….Blick vom Felsenthron auf den Sonnenuntergangsort am 21. Juni 2014..Als Miguel Martín schließlich den Thron verließ und einige Zuschauer emporkletterten und von oben einzeln hineinstiegen, öffnete sich für einen kurzen Moment der Blick auf die Sonnenscheibe. Von hier oben aus betrachtet, wurde sie direkt hinter der Zuhörerschaft, von einer Felsöffnung verschluckt. Dieses Ereignis ist nur an den Tagen um die Sommersonnenwende zu sehen, wenn die Sonne ihren nordwestlichsten Punkt am Horizont erreicht hat und ihre jährliche Pendelbewegung am Horizont, durch die scheinbare Umkehrbewegung, ein paar Tage lang, nahezu auf demselben Untergangspunkt stehen bleibt. Zugleich zieht die Sonne auf ihrem höchsten Tagesbogen über den Südpunkt, wodurch dies der längste Tag des Jahres ist.

Lanzenspringer aus El Ppaso…..Kaum hatten wir uns von diesem gewaltigen und zeitlich so exakt bemessenen Naturschauspiel erholt, als einige Männer mit langen Lanzen die Schlucht hinaufkamen und auch vom Friedhof herabstiegen. Es waren Mitglieder des Colectivo Garehagua – Jurria de Salto del Pastor Canario aus El Paso, die in der Abenddämmerung mit ihren Lanzen auf den Caboco kletterten. Von dort oben peilten sie mit ihren Lanzen ein Bonbonpapier an, das auf dem Boden lag und dann sprangen sie.
Da ihre langen Stäbe vor ihnen im Flussbett aufkamen, glitten sie an diesen schließlich elegant zu Boden. An der Seitenwand des Cabocos eroberten derweil weitere Männer der Gruppe eine senkrechte Wand, indem sie sich an der lotrecht eingebohrten Lanze mit den Händen empor stämmten, wodurch sie ihren Körper parallel zum Erdboden aufwärtsschoben.

…..„Die Bauern …, verstehen die Kunst von einem Felsen auf den anderen zu springen, wenn sie zu entlegenen Oertern gehen. Dies machen sie folgendergestalt: sie tragen eine lange Stange oder einen Stab, der am einen Ende mit einem eisernen Stachel beschlagen ist; wollen sie nun von einem Felsen auf den anderen herabsteigen, so zielen sie mit der Spitze der Stange auf die Stelle, wo sie sich herunterlassen wollen, werfen sich dann darauf zu, und stoßen das Ende der Stange so ein, daß sie perpendikulär zu stehen kommt, worauf sie denn ganz gemach an derselben bis auf den Boden herabgleiten“ (Glas [1777] 1976, [2]).

…..Neben dieser Visierscharte gibt es auf La Palma auch zahlreiche Steinhaufen, sogenannte pirámides oder amontonamientos de piedras, die auch zur Beobachtung des Jahreslaufes der Sonne errichtet worden waren. Seltener werden diese Steinhaufen auch igurar oder majanos genannt oder, wenn es sich vermutlich mehr um einen Altar handelt, auch ara.
…..„Traditionell, für die Insel La Palma, hatte die Trägheit alle Forscher dazu veranlasst, die schon abgegriffenen Zitate des Franziskanermönches Abreu Galindo (1632) über die zelebrierten Feste der awara (der Ureinwohner) aufzugreifen: ‚… es kamen alle dorthin, zu jenen Steinhaufen, dort tanzten und sangen sie Totenklagen, und kämpften und vollbrachten andere Übungen der Behändigkeit, die ihnen nützlich waren.‘ Es ist das erste schriftliche Dokument, das auf die Existenz von igurar (amontonamientos de piedras) hinweist. Es ist wahrscheinlich, dass sie diese Steinhaufen vornehmlich in der Nähe ihrer Domizile errichteten, auf weitem und offenem Gelände, wo die spielerisch-religiösen Handlungen der Gemeinschaft, auf die sich Abreu Galindo bezieht, stattfanden. … Die Steinhaufen, die sich in den hohen Gipfeln befinden, … weisen allerdings nur wenig archäologisches Material auf, was die Anwesenheit einer großen Anzahl von Personen rechtfertigen würde. … Die Anzahl der igurar, die wir als ursprünglich bestätigen können, ist mit der Zeit auf über sechzig angewachsen“ (Martín González 2011, [3]).

…..Im Folgenden stellt Miguel Martín viele amontonamientos mit einem kurzen Text und einem Foto vor und er hat alle in einer Tabelle mit Fundortangabe, Höhe ü. NN., Typengruppen, Umfang, Durchmesser und Höhe, Petroglyphen oder andere ergänzende Funde, Ausrichtung und Zustand, verzeichnet. Denn er meint, dass viele Steinhaufen miteinander und / oder in Verbindung mit markanten Geländeformen eine Visierlinie anzeigen, die den Sonnenauf- oder Untergang zu den vier Jahreseckpunkten anzeigen: die Sonnenwenden und Tag-und-Nacht-Gleichen. Außerdem weisen laut seiner Tabelle 45 amontonamientos eine Verbindung zu Petroglyphen auf und nur 18 keine.
Las Lajitas ist ein Sonderfall auf der Insel La Palma„>Las Lajitas< (Karte: Martín González 2008, [4]) ist ein Sonderfall auf der Insel La Palma und eines der besten Beispiele, die wir auf den Kanaren haben. … Juan A. Belmonte und Michael Hoskin (2002 [5]) führten die ersten archäoastronomischen Arbeiten in diesem einzigartigen Gebiet durch. … Sie erstellten einen Plan mit den Ortsbestimmungen von 14 heiligen aras, die sieben sehr wichtige astronomische Himmelsrichtungen anzeigen, wobei der Roque de los Muchachos einen Hauptreferenzpunkt darstellt. … Am 31. Dezember 1994 haben wir bei >El Llano de Las Lajes<, auf 2.140m ü. NN., einen anderen geweihten Ort mit 6 majones (Steinhaufen) und außerdem mehr als 80 Felsgravuren entdeckt (Marcador solar de Cabeceras de Izcagua, Las Lajes, Garafía). … Die Visierlinien weisen auf drei astronomische Phänomene hin: Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende, Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende und Sonnenaufgang an den Tag-und-Nacht-Gleichen“ (Martín González 2011, [6]).


[1] La Palma Ahora (2014). Iruene dará la bienvenida al solsticio de verano en el caboco de El Verde. http://www.eldiario.es/lapalmaahora/sociedad/Iruene-bienvenida-solsticio-verano-caboco-El_Verde_0_272272946.html 18/06/2014.
[2].Glass, George ([1777] 1976). Geschichte der Entdeckung und Eroberung der Kanarischen Inseln. Aus einer in der Insel Palma gefundenen Spanischen Handschrift übersetzt. Nebst einer Beschreibung der Kanarischen Inseln von George Glass. Aus dem Englischen. Leipzig, in der Weygandschen Buchhandlung 1777 Glass. Bibliotheca Canaria. – Nachdruck alter Texte über die Kanarischen Inseln. Benahoare Ediciones, Marburg a. d. Lahn – Santa Cruz de La Palma, 1976. Seite 315. (Englische Originalausgabe von 1767: History of the discovery and conquest of the Canary Islands)
[3] Martín González, Miguel Ángel (2011). Iruene N° 3 – La Prehistoria de la isla de La Palma (Islas Canarias). Igurar – amontonamientos de piedras. Ediciones Alternativas, Puntagorda, La Palma. Seite 15-16.
[4] Martín González, Miguel Ángel (2008). Karte: Marcador solar de Cabeceras de Izcagua (Las Lajes, Garafía). http://www.amontonamientosdepiedras.blogspot.de/ 23/4/08
[5] Belmonte J. A. /  Hoskin, M. (2002). Reflejo del cosmos. Atlas de arqueoastronomía del mediterráneo antiguo.
[6] Martín González, Miguel Ángel (2011). Iruene N° 3 – La Prehistoria de la isla de La Palma (Islas Canarias). Igurar – amontonamientos de piedras. Ediciones Alternativas, Puntagorda, La Palma. Seite 34-36.
Belmonte, J.A. / Hoskin, M. (2002). Reflejo del cosmos. Altlas de arqueoastronomía del mediterráneo antiguo.

Eine Felskarte könnte den Montaña de Fernando Porto symbolisieren

Den folgenden Text habe ich für den Artikel >Montaña de Fernando Porto< geschrieben, der in der Zeitschrift IRUENE Nr. 6 Casiopea (2014; Ediciones Alternativas, Puntagorda, La Palma), in spanischer und englische Sprache, veröffentlicht wurde.

"Vista

El Cementerio< en línea recta hacia arriba” width=”300″ height=”157″> Foto Nr. 1   Blick von >El Calvario< bergauf.

Bei Santo Domingo (Garafía / La Palma) befindet sich unterhalb des Friedhofes eine Gruppe loser Steine mit Felsgravuren, >El Calvario<. Schaut man von dort bergauf sieht man einen Berg, der scheinbar zwei Spitzen hat (Foto Nr. 1). In einer topographischen Karte und in der Realität ähneln diese zwei Bergspitzen dem Montaña de Fernando Porto der größten Gravur auf einem der Steine (Foto Nr. 2).

Foto Nr. 2 Vergleicht man die Topographie mit dem Foto der Gravur kann man Ähnlichkeiten fetsstellen.

Foto Nr. 2   Vergleicht man die Topographie mit dem Foto der Gravur kann man Ähnlichkeiten fetsstellen.

Steht man am Rand des Gipfels vom Fernando Porto sieht man von den drei großen vorgelagerten Felsen im Meer nur den Roque de Santo Domingo direkt vor dem natürlichen Hafen. Bergauf ist die pyramidenförmige Silhouette des Montaña Cruzada und bei guter Sicht soeben die Spitze des Montaña de Las Indias zu sehen.

Vista desde la Montaña de Las Indias en dirección al mar donde se vislumbra la doble cima de la Montaña de Fernando Porto.

Foto Nr. 3   Vom Plateau des Montaña de Las Indias in Blickrichtung Meer sieht man soeben noch den Doppelgipfel des Montaña de Fernando Porto. Das kleine Foto zeigt dieses Detail vergrößert.

Stehen wir schließlich auf dem kleinen, nahezu kreisrunden Montaña de Las Indias, scheint dieser künstlich abgeflacht zu sein. Von hier können wir bergab den Montaña de Fernando Porto (Foto Nr. 3) und bergauf den Abhang der Caldera, nahe des Roque de Los Muchachos, der höchsten Erhebung der Insel, sehen.

Diese beiden Bergspitzen, deren Form zu den Petroglyphen auf dem Stein passen, stellen die weiteste mögliche Entfernung dar, um sich mit nur zwei Feuerstellen (Feuer in der Nacht und Rauchzeichen am Tag) oder durch akustische Signale vom Meer bis zum Kraterrand, zu verständigen! Diese Zeichen könnten Viehdiebstahl und andere Gefahren, sowie auch Rituale, Feiern oder Spiele anzeigen oder bei Auseinandersetzungen die Gemeinschaft oder die Stammesführer einberufen, …

Fuente de Oropesa

Foto Nr. 4   Fuente de Oropesa

 

Gleich hinter dem Montaña de las Indias führt ein Weg in ein Barronco mit einer ganz im Dunkeln liegende, moderne Quellfassung (Foto Nr. 4 mit belichtetem Detail), der Fuente de Oropesa. Diese könnte auf dem Stein durch die, direkt an das doppelte Kreissymbol angrenzende, Spirale dargestellt sein.

 

 

La Fuente del Colmenero

Foto Nr. 5   Fuente del Colmenero

Einen ganz anderen Charakter hat dagegen die ganzjährig Wasser führende Fuente del Colmenero, über der eine mäandrierende Spirale in die Felswand gepickt wurde (Foto Nr. 5 mit zwei vergrößerten Detailaufnahmen). Die Lage passt einigermaßen zur Anordnung der anderen Spiralgravur auf dem Stein von >El Calvario<.

Durch die hohen Steilklippen befindet sich der Hafen von Santo Domingo in der Mündung des Barranco de Fernando Porto. Diese Bucht ist zudem durch zwei Landzungen geschützt und schon die Ureinwohner konnten dort am besten Muscheln sammeln und Fische fangen.
„Die Awara (die Ureinwohner von La Palma, auch Benahoariten genannt) lebten als halbsesshafte Viehhirten. Nur der Hirte mit dem Vieh bewegt sich auf seinen zyklischen Wanderungen (von der Küste bis in die Gipfel), während Frauen und Kinder immer in den permanenten Siedlungen wohnen bleiben.“[1]  Im Montaña de Fernando Porto befinden sich zahlreiche Höhlen und im direkt angrenzenden windgeschützten und fruchtbaren Barranco de Fernando Porto könnte das trächtige Vieh überwintert haben. Weiter oberhalb zweigt das Barranco de Oropesa ab, in dem, nahe am Montaña de Las Indias mit den Höhlen de Trapiche, die Fuente de Oropesa zutage tritt. In dieser Höhenregion, zwischen 800 und 1200 Metern, ist das Gelände stellenweise flach und offen. Von November bis etwa Juni, ist diese Zone ist relativ feucht und es gibt zahlreiche Quellen, so dass die Hirten mit ihren gemischten Herden dann dort ausreichend Nahrung finden. „Im Sommer, wenn die Sonne die Weiden der Küsten und mittleren Zonen verbrannt hat, verziehen sie sich auf die Gemeindeböden des Gipfels.“ [2]

Was das kleine Kreissymbol betrifft, so sind die Vermutungen hierzu noch vager. Da dieses Zeichen nur aus einem einzelnen Kreis besteht, könnte es sich um einen runden Platz handeln, der wie die beiden Berge mit anderen Feuerplätzen in größtmöglicher Entfernung kommuniziert.

Foto Nª 14 ¿era o tagoror? La Padona, el 16 de junio de 2008.

Foto Nr. 6    Era oder tagoror? La Padona am 16. Juni 2008.

Als Standort, südlich der Fuente del Colmenero, könnte der große ebene Vorsprung >La Padona< am Barranco de Fuente Grande in Frage kommen. Dort befindet sich ein mit Steinen eingefasster Platz. Ob es sich dabei um einen era / Dreschplatz, tagoror / Versammlungsplatz der früheren Häuptlinge und / oder um einen Beobachtungsplatz zur Bestimmung der Sonnenwenden und Tag-und-Nacht-Gleichen anhand der Sonnenuntergänge handelt, müsste noch untersucht werden. An der Nordseite dieses Absatzes steht ein Mast, dessen Hochspannungsleitung geradeaus zur Ebene direkt oberhalb der Fuente del Colmenero führt. Von dem Absatz >La Padona< und dem Platz oberhalb der Fuente del Colmenero kann die Spitze des Berges San Antonio del Monte gesehen werden, der ebenfalls für große Feuerzeichen genutzt worden sein könnte?

Wenn wir die Felsgravur tatsächlich richtig gedeutet haben, könnte der Montaña de Fernando Porto einen Siedlungsbereich und die Region zwischen den Barrancos de La Luz und del Atajo / Jerónimo ein “privat“ aufgeteiltes Gebiet mit Viehhaltung, Wasserstellen und wahrscheinlich auch einigen landwirtschaftliche genutzten Flächen darstellen. Der Hauptweg führte vermutlich von der Mündung des Barranco de Fernando Porto bis zum Roque de Los Muchachos mit den Gemeindeweiden.


[1] + [2] Miguel A. Martín González: http://prehistorialapalma.blogspot.com/2007/11/el-rgimen-de-propiedad-comunal-entre.html


Der komplette Artikel kann unter folgendem Link aufgerufen werden: Felsbildstation El Calvario de Santo Domingo / Montaña de Fernando Porto

Iruene N° 6Und er ist am 6. März 2015 in der Zeitschrift IRUENE N° 6, einer Zeitschrift des Archäoastronomen Miguel Ángel Martín González, erschienen: https://elapuron.com/noticias/municipios/14729/el-sexto-nmero-de-la-revista-iruene-aborda-los-enigmas-de-las-estaciones-rupestres-de-el-bejenao/

IRUENE – La Historia Antigua de la isla de la Palma. Miguel Ángel Martín González. Asociación Iruene La Palma